GRFS, Kinder-Therapie

Galileo Research Facts No. 52: Kann Galileo Therapie bei Osteogenesis Imperfecta (OI) Muskelfunktion und Knochenparameter verbessern?

Galileo Research Facts No. 52: Kann Galileo Therapie bei Osteogenesis Imperfecta (OI) Muskelfunktion und Knochenparameter verbessern?

Eine weitere Publikation zu den positiven Effekten von Galileo Therapie im Rahmen des Kölner Konzeptes (#GRFS15, #GRFS14, #GRFS13) das in der der Arbeitsgruppe um Prof. Schönaus von der Uni-Klinik in Köln entwickelt wurde („Auf Die Beine“). In diesem Fall werden die Effekte von Galileo Therapie bei Osteogenesis Imperfecta (OI, auch „Glasknochenkrankheit“ genannt) untersucht.

OI ist interessanter Weise ein durchaus typisches Beispiel für ein fundamentales Problem, das bei fast jeder Krankheit auftritt: Die negativen Effekte der Nichtbenutzung der Muskulatur führen oft zu mindestens so großen sekundären Problemen wie die Auswirkungen der eigentlichen Krankheit. Im Falle der OI führt ein Gendefekt zu einer Übermineralisierung der Knochen (quasi zu „spröde“ Knochen) – das Resultat im Alltag sind gerade bei Kindern sehr häufige Knochenbrüche. Dieses Frakturrisiko verleitet natürlich dazu möglichst wenig Bewegung zuzulassen, was wiederum zu einem Abbau der Muskulatur und dadurch zu einem weiteren Abbau der Knochenmasse aufgrund der fehlenden Anforderungen der Muskulatur führt – ein typischer Teufelskreis der sich alleine aus der Nichtbenutzung der Muskulatur ergibt mit teils katastrophalen Folgen

Gerade im Wachstum ist aber eine Benutzung der Muskulatur entscheidend (ca. 30% des Längenwachstums sind durch muskuläre Aktivität bedingt – wer seine Muskeln also wenig benutzt wächst deutlich weniger). Diese Studie zeigt deutlich den Effekt des Kölner Konzeptes (6 Monate häusliches Anwendung von Galileo, 10 Einheiten pro Woche, 20-24Hz, individuell auf den Patienten abgestimmte Übungen) bei OI Patienten: Nach 6 Monaten ergab sich eine deutlich verbesserte Muskelfunktion (GMFM66, Gehstrecke) um bis zu 43%, eine Zunahme der Muskelmasse (DxA) in Beinen und Hüfte um 8% und eine Zunahme der Gesamtknochenmasse (aBMC) um über 20% – ein wunderbares Beispiel wie Galileo Therapie helfen kann den Teufelskreis der Nichtbenutzung aufzubrechen.

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