{"id":164374,"date":"2024-04-26T09:48:28","date_gmt":"2024-04-26T07:48:28","guid":{"rendered":"https:\/\/stratec-med.com\/literatur\/der-voraussagewert-von-neuromuskulaeren-tests-fuer-das-sturzrisiko-und-das-damit-assoziierte-frakturrisiko-bei-postmenopausalen-frauenvalue-of-prediction-of-neuromuscular-tests-for-risk-of-fall-and-2\/"},"modified":"2024-04-26T09:48:29","modified_gmt":"2024-04-26T07:48:29","slug":"der-voraussagewert-von-neuromuskulaeren-tests-fuer-das-sturzrisiko-und-das-damit-assoziierte-frakturrisiko-bei-postmenopausalen-frauenvalue-of-prediction-of-neuromuscular-tests-for-risk-of-fall-and-2","status":"publish","type":"literatur","link":"https:\/\/stratec-med.com\/en\/literature\/der-voraussagewert-von-neuromuskulaeren-tests-fuer-das-sturzrisiko-und-das-damit-assoziierte-frakturrisiko-bei-postmenopausalen-frauenvalue-of-prediction-of-neuromuscular-tests-for-risk-of-fall-and-2\/","title":{"rendered":"Der Voraussagewert von neuromuskul\u00e4ren Tests f\u00fcr das Sturzrisiko und das damit assoziierte Frakturrisiko bei postmenopausalen Frauen\n[Value of prediction of neuromuscular tests for risk of fall and the associated risk of fracture in postmenopausal women]"},"content":{"rendered":"<p>Die Voraussagekraft eines einzelnen Risikofaktors f\u00fcr das Vorhandensein einer Osteoporose ist relativ gering. Die Bem\u00fchungen zur Erstellung eines Risikoscores, der eine bestimmte Konstellation von Risikofaktoren wieder spiegelt, waren bislang wenig erfolgreich. Mit der Knochendichtemessung kann der Knochenverlust erfasst und die Diagnose einer Osteoporose gestellt werden. Diese Untersuchung ist nicht \u00fcberall verf\u00fcgbar und wird nur im Falle einer bereits erfolgten Fraktur als kassen\u00e4rztliche Leistung angesehen. Bisher unber\u00fccksichtigt blieb die Rolle von neuromuskul\u00e4ren Funktionstests. Knochen und Muskeln stehen in einem festen Wechselspiel. Deshalb ist zur Risikobeurteilung f\u00fcr eine Osteoporose nicht allein die Fokussierung auf den Knochen von Bedeutung, sondern ebenso die Erfassung des individuellen neuromuskul\u00e4ren Leistungsverm\u00f6gens. Grundlage f\u00fcr die Evaluierung eines Hoch-Risiko-Scores war die von uns durchgef\u00fchrte Querschnittsstudie an 1197 gesunden, postmenopausalen Frauen im Alter von 60 Jahren und \u00e4lter. Mit unseren neuromuskul\u00e4ren Tests w\u00e4hlten wir eine lokomotorische und posturale Funktionsdiagnostik, um Geh- und Balancest\u00f6rungen umfangreich erfassen zu k\u00f6nnen. Alle Untersuchungen sind in den klinischen Alltag gut integrierbar, erfordern einen geringen Zeitaufwand und sind ohne aufwendiges Equipment durchf\u00fchrbar. F\u00fcr die statistische Auswertung ermittelten wir H\u00e4ufigkeiten, erstellten Kontingenztabellen, errechneten das relative Risiko und kalkulierten hierf\u00fcr das 95% Konfidenzintervall. Der ?Up and Go? Test in der Standardversion ergab ein signifikant erh\u00f6htes Sturzrisiko dann, wenn der Test mit einem hohen Zeitaufwand absolviert wurde (CI=1,16-1,52). Das Sturzrisiko war im Vergleich zur schnellen Zeitgruppe um ein Drittel erh\u00f6ht. Der Semitandem- und Tandemstand zeigten eine signifikante Korrelation hinsichtlich eines nicht erfolgreich bestandenen Tests und einem erh\u00f6hten Risiko zu st\u00fcrzen (CI=1,06-1,34 und 1,03-1,26). F\u00fcr den Chair rising &#8211; und Rombergtest waren keine klinische Signifikanz nachzuweisen. Eine Fraktur nach Sturz erlitten 55,5% der Teilnehmerinnen. Das Risiko einer Fraktur nach Sturz ist im Vergleich zu denjenigen, die nicht st\u00fcrzten, nahezu verdoppelt. Der Anteil der Frakturen erh\u00f6hte sich bei zus\u00e4tzlichem Nachweis einer Osteoporose auf 65%. Postmenopausale Frakturen manifestieren sich durch einen Sturz viermal h\u00e4ufiger als Frakturen vor der Menopause und sind bei Frauen mit einer dar\u00fcber hinaus nachgewiesenen Osteoporose auf das \u00fcber F\u00fcnffache angestiegen. Durch spezifische neuromuskul\u00e4re Tests ist eine Identifizierung von sturzgef\u00e4hrdeten Frauen m\u00f6glich. Bestimmte Tests haben noch keine ausreichende Aussagekraft zur individuellen Vorhersage des Sturzrisikos, jedoch weisen Tendenzen auf ein gewisses Risiko hin.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Voraussagekraft eines einzelnen Risikofaktors f\u00fcr das Vorhandensein einer Osteoporose ist relativ gering. 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